Seniorenbeirat 2 der Telekom Düsseldorf

Ratgeber für den Trauerfall.

 



Todesfall in der Familie – und was ist zu tun ?
 
Der Umgang mit dem Tod gehört zu den Bereichen, die wir gerne meiden.
Am meisten betroffen sind wir aber, wenn er in unmittelbarer Umgebung,
sprich in der eigenen Familie auftritt. Hinzu kommt zur Trauer und dem
Schmerz über den Verlust die Belastung durch Aufgaben, die kurzfristig
Erledigt werden müssen.
 
Wir wollen Sie in groben Zügen darüber informieren, was in einem solchen
Falle zu tun ist.
 
Bei einem Sterbefall in der Wohnung benachrichtigen Sie ihren Hausarzt
oder einen Notarzt unter der Telefonnummer 112.
 
Der Arzt muss den Totenschein in drei Ausfertigungen ausstellen.
Sie werden für das Standesamt, das Begräbnisamt und die Kirche benötigt.
 
     Zusätzlich sind noch folgende Dokumente erforderlich:
       
     Familienstammbuch (vollständig geführt); der Gesetzgeber verlangt den
     Nachweis des Personenstandes. Ist kein Familienstammbuch vorhanden
     oder nur unvollständig geführt, sind Einzeldokumente erforderlich.
 
    
     Personalausweis der/des Verstorbenen.
 
    
     Heiratsurkunde (bei Geschiedenen mit Scheidungsvermerk oder Scheidungs-
     urteil im Original oder in beglaubigter Kopie).
 
    
     Totenschein
 
    
     Geburtsurkunde (bei Ledigen)
 
    
     Versicherungspolicen; Lebens- bzw. Sterbegeldversicherung mit letztem
     Zahlungsnachweis.
 
    
     Grabdokumente; Urkunde über das Nutzungsrecht an einer vorhandenen
     Familien- oder Wahlgrabstätte.
 
Beim Standesamt sollten ca. 6 – 8 Sterbeurkunden (Totenschein) zusätzlich
beantragt werden. Der Sterbefall ist spätestens am folgenden Werktag mündlich
dem Standesamt anzuzeigen. Der Anmeldende muss seinen Personalausweis
oder Reisepass vorlegen.

Versorgungsservice
 
Umgehend den zuständigen Versorgungsservice informieren. Die Rufnummer
steht auf der Bezügemitteilung (z.Z. auf der Vorderseite oben rechts). Von dort
aus wird alles weitere veranlasst.
 
    
     Wenn der Urheber (Versorgungsempfänger) verstirbt
 
     Die Witwe oder der Witwer werden angeschrieben; es werden Vordrucke
     zugesandt, die ausgefüllt wieder zurückgeschickt werden müssen. Eine
     Original – Sterbeurkunde und die letzte Bezügemitteilung muss beigefügt
     werden. Diese Unterlagen sind für die Berechnung der Hinterbliebenenver-
     sorgung wichtig.
 
    
     Sterbegeld
    
     Es wird ein Sterbegeld gezahlt. Es ist das Doppelte der letzten Versorgungs-
     bezüge des/der Verstorbenen. Das Sterbegeld ist (wie auch die Hinterbliebe-
     nenversorgung) steuerpflichtig.
     Wenn keine Witwe oder kein Witwer vorhanden ist, wird das Sterbegeld
     steuerpflichtig an die Kinder gezahlt.
     In bestimmten Fällen (häusliche Gemeinschaft mit Verwandten) wird das
     Sterbegeld auch steuerpflichtig gezahlt.
 
    
     Das Kostensterbegeld
 
     Das Kostensterbegeld ist ebenfalls steuerpflichtig. Es wird an „sonstige
     Personen“ für die entstandenen Aufwendungen gezahlt (Bestattungskosten,
     Friedhofsgebühren, Graberwerb usw.).
     Für die Erstattung sind Original – Rechnungen erforderlich. Die Höhe des
     Erstattungsbetrags ergibt sich aus den Rechnungen und wird bis zur Höchst-
     grenze (das Doppelte der letzten Versorgungsbezüge des/der Verstorbenen)
     gezahlt.
 
    
     Tod der Witwe oder des Witwers eines verstorbenen Ruhestandsbeamten
 
     Für die Bearbeitung muss eine Sterbeurkunde vorliegen. Ein Sterbegeld wird
     nicht gezahlt.
 
 
 
    
 
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Postbeamtenkrankenkasse
 
    
     Es besteht ein Anspruch auf Leistungen für Aufwendungen der entstandenen
     Krankheitskosten, die bis zum Tod des Mitglieds oder der mitversicherten
     Angehörigen bzw. aus Anlass des Todes entstanden sind.
     Es wird kein Sterbegeld mehr gezahlt.
     Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Sie jedoch Leistungen zu den
     Kosten einer Familien- und Haushaltshilfe für 6 Monate. In Ausnahmefällen
     Für 12 Monate nach dem Todesfall.
     Zu den bis zum Tod entstandenen Krankheitskosten erhalten Sie Leistungen
     nach den allgemein für die Erstattung geltenden Regelungen. Die Leistungen
     bemessen sich nach den Verhältnissen am Tag vor dem Tod.
 
    
     Tod eines mitversicherten Angehörigen
    
     Beim Tod eines mitversicherten Angehörigen brauchen Sie als Mitglied nur
     die Aufwendungen mit einem Beihilfe- und Erstattungsantrag zu beantragen.
 
    
     Tod eines Mitglieds
 
     Beim Tod eines Mitglieds stellt der hinterbliebene Ehegatte bzw. ein Kind den
     Beihilfe- und Erstattungsantrag. Originalbelege über die entstandenen Kosten
     sind beizufügen.
     Haben beim Tod eines Mitglieds andere Personen als der hinterbliebene Ehe-
     gatte oder ein Kind Rechnungen im Zusammenhang mit der Behandlung einer
     Erkrankung bezahlt, können diese auch einen Antrag stellen. Einen Nachweis
     über die geleistete Zahlung ist hier erforderlich. Sind diese Personen Erben des
     verstorbenen Mitglieds, erhalten sie Leistungen auch zu Rechnungen, die vom
     Erblasser bezahlt worden sind. Die Vorlage eines Erbscheins ist erforderlich.
     Die Leistungen werden demjenigen gewährt, der die Originalbelege zuerst  
     vorlegt.
 
    
 
     Dieser Ablauf gilt für alle Mitglieder aller Mitgliedsgruppen
 
 
 
 
 
 
 
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Bei Tarifkräften
 
 
Wird kein Beerdigungsinstitut beauftragt
 
 
     Schriftlich den Totenschein (Kopie) bei der Deutschen Rentenversicherung
     vorlegen.
 
     Sterbevierteljahr beantragen; wenn der Verstorbene selbst eine Rente bezogen
     hat.
 
     Der hinterbliebene Ehegatte muss für sich selbst einen Rentenantrag bei der
     Deutschen Rentenversicherung stellen.
 
     Bei der Krankenkasse den Totenschein (Kopie), Krankenkassenheft und      
     Ausweis des Verstorbenen vorlegen.
 
 
 
Wird ein Beerdigungsinstitut beauftragt
 
 
      Den Rentenanpassungsbescheid, und das Krankenkassenheft bereithalten.
 
 
 
 
Interessierte Leserinnen und Leser können sich anhand der Broschüre von Verdi
„Todesfall – und was dann?“ im Internet informieren bzw. diese herunterladen. Der
 
 
Bei Beauftragung eines Beerdigungsunternehmens werden fast alle Aufgaben gegen entsprechendes Entgelt übernommen.
 
Für den schnellen Überblick der Hinterbliebenen, in dieser oft schweren Zeit, empfiehlt es sich einen gesonderten Ordner anzulegen, in dem eventuell auch das Testament hinterlegt wird.
 

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